Der Monat September ist nicht nur für die Banater Berglanddeutschen symbolhaft. Nach den Sommerferien beginnt, obwohl wir uns in diesen pandemischen Zeiten befinden, die Tätigkeit unter Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften beim Demokratischen Forum der Banater Berglanddeutschen (DFBB) und in den römisch-katholischen Kirchen, für die Kleinen und Jugendlichen beginnt ein neues Schuljahr, in fünf der katholischen Kirchengemeinden im Banater Bergland, wo Deutsche wohnhaft sind (Dognatschka, Dorf Tirol, Sekul, Orawitza und Franzdorf), feiert man Kirchweihfeste. Die Kirchen in Dognatschka und Orawitza gehören zu den ältesten in unserer Temeswarer Diözese. In Orawitza feierte man am 14. September das Hochfest Kreuzerhöhung, das Patronatsfest der Kirche. Der dreisprachige Festgottesdienst zum 288. Kirchweihtag wurde konzelebriert von Pfr. Daniel Dumitru (bis am 1. September Pfarrer in Orawitza, nun in der Fabrikstadt, Temeswar tätig), Pfr. Veniamin Pălie („Maria Schnee“ Reschitza und Dechant des Karascher Dekanats), P. Gheorghe Iordache SVD (Kaplan in „Maria Schnee“ Reschitza), Pfr. Petru Muțiu (Fatschet), Pfr. Piry Radulov (Neu-Moldowa) und Pfr. Ionuc Vasile Hojda (seit dem 1. September Pfarrer in Orawitza, unser aller Gastgeber). Konzelebriert hat auch der griechisch-katholische Protopope von Orawitza, Ovidiu Cozmuța. Für die musikalische Untermalung sorgte der Kirchenchor aus Orawitza. Leider konnten in diesem Jahr wegen des Corona-Virus keine deutschen Volkstänze auf dem Platz vor der Kirche stattfinden. Man erinnerte sich lediglich an das, was war, in der Hoffnung aber, dass es im kommenden Jahr wieder stattfinden wird. Und trotzdem: Vor dem Abschlusssegen in der gefeierten Kirche folgte die Weihe des Kirchweihstraußes – eine symbolträchtige Tannenspitze, die bezeugt, dass es weitergeht.

 Erwin Josef Țigla

Erschienen in: Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien, 28. Jahrgang/Nr. 6932 Bukarest, Freitag, 18. September 2020, S. 5