Im Folgenden stellen wir Ihnen unsere beiden Seminaristen – Theologiestudenten der Diözese Temeswar – die nach einem Jahr Ungarischkurs in Budapest, am 29. September d.J. in Karslburg/ Alba Iulia ihre Priesterausbildung im dortigen  Seminarium Incarnatae Sapientiae begonnen haben.

Mein Name ist Mario Cristian Karnel. Ich bin am 23. November 2001, in der Stadt Anina-Steierdorf, in einer deutschstämmigen Familie geboren. In Steierdorf absolvierte ich die Allgemeinschule und danach besuchte ich den Unterricht des Gymnasiums „Matthias Hammer“ Anina; meine Ausbildung geschah sowohl auf Deutsch als auch auf Rumänisch.
Die Berufung zum Priesterdienst begann im Alter von 12 Jahren, als ich Ministrant wurde. Nachdem ich im Gymnasium aufgenommen wurde, war die Berufung immer gegenwärtiger und stärker in meinem Leben. Ich fing an, jeden Tag zur Heiligen Messe zu gehen und zu ministrieren.
Ein entscheidender Moment für meine Berufung, bereits Theologie-Student, war etwas, dass mir während einer Sonntagsmesse passierte. Ich war in der Pfarrkirche von Anina bei der Heiligen Messe, ich hörte damals ein sehr schönes Lied und ich schaute auf dem Altar wo eine Jesus-Statue mit offenen Armen wartete. Ich erlebte ein Gefühl von Freude und Seelenfrieden, weil ich in mir hörte, dass Jesus mir sagte: „Folge Mir! und ich antwortete: „Hier bin ich!
Nach dem Abitur wurde ich am Römisch-Katholischen Theologischen Institut in Alba Iulia/ Karlsburg aufgenommen, wo ich gerade studiere. Ich habe auch ein Jahr lang am Zentral-Priesterseminar in Budapest studiert (Központi Papnevelő Intézet).
Die Fragen die ich zu meiner Berufung hatte fanden die Antwort in Christus. Es reicht Ihn zu lieben und an Gott zu glauben. Er wird alles möglich machen weil:
„Alles kann, wer glaubt. (Mk. 9,23)
Betet für mich!

Mein Name ist Ioan Marian Motolan und bin am 1. Juli 2001 in Slatina a.d. Temesch, im Kreis Karasch-Severin geboren. Möchte nicht allzu detailiert über mich schreiben, sondern nur das Wichtigste wiedergeben.
Vor einigen Jahren, 2016 erhielten die Jugendlichen unseres Bistums eine Einlandung sich an einem Diözesanjugendtreffen zu beteiligen, an dem auch Themen aus der hl. Schrift besprochen wurden. Diese Begegnung wurde im Römisch-Katholischen Theologischen Lyzeum Gerhardinum, in Temeswar, veranstaltet – somit hatte ich zum ersten Mal die Gelegenheit mich an einem solchen Treffen zu beteiligen. Ich kann mir noch erinnern, wie die Gruppenmoderateure sich um uns kümmerten, so daß ein jeder zu Wort kam und seine Meinung äußerte. Was mir am meisten gefiel, war die Freundschaft, die enge Verbindung der Lyeumsschüler untereinander und ihr Glaube. Der damalige Tag endete mit einer Heiligen Messe in der Piaristenkirche, die sich mit lebensfrohe Jugendlichen, die an den Treffen und an die Eucharistie teilnahmen fühlte. Es wurden folgende Worte der Seligsprechungen für die Meditation ausgewählt: „Selig die Barmherzigen…“ – so wurde der damalige Tag für mich der Tag meiner Berufung. Unterweg, nach Hause, sagte ich meinem Seelsorger dass ich das Gerhardinum-Lyzeum folgen möchte.
Meine besten und schönsten Jahre waren die Lyzeumsjahre, da ich tatsächlich in und durch den Mitmenschen Jesus sehen konnte. Nach dem Lyzeumsabschluß war es mir klar dass Jesus mich ruft und dass ich ihn suchen muss.
„Weisst Du wie man Jesus zum Lächeln bringt? Erzähl ihm über deine Träume.“ Anonymer Author